Hochwasserschutz flächenübergreifend aufrechterhalten!

Im Juli 2021 gab es in vielen Gebieten starkes Hochwasser, welches die Kommunen vor eine große Herausforderung stellte und deutlich machte, wie groß der Handlungsbedarf im Hochwasserrisikomanagement ist. Um sich in Zukunft besser auf Naturereignisse vorzubereiten, sind kosteneffiziente und nachhaltige Konzepte zur Verbesserung des Hochwasserschutzes erforderlich. Aber wie kann dies bestmöglich realisiert werden?

Die Lösung liegt in einer Interkommunalen Zusammenarbeit.

Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in NRW veröffentlichte das Umweltministerium im Jahr 2022 einen 10-Punkte Arbeitsplan. Auf dieser Grundlage ergriff der Erftverband die Initiative und gründete bereits im selben Jahr mit mehreren Partnern die interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft (hwsErft). Unter Einbindung unterschiedlicher Akteursgruppen werden neue und alte Handlungsansätze sinnvoll verknüpft und wirksame Hochwasserschutzmaßnahmen entwickelt.

Wie wird das Projekt organisiert?

Die Organisation erfolgt über eine zentrale Lenkungsgruppe – bestehend aus Vertretern der einzelnen Mitglieder – und fungiert als Abstimmungs- und Beschlussgremium übergeordneter Themen. Dies ermöglicht allen Mitgliedern einen schnellen und leichten Austausch sowie eine effiziente Abwicklung von Problemstellungen.

Der Erftverband ist die für die allgemeine Projektsteuerung sowie für die interkommunalen Schutzkonzepte verantwortlich. Kommunale Schutzkonzepte fallen in den Zuständigkeitsbereich der Kommunen. Die frühzeitige Abstimmung zwischen den Kommunen, standardisierende Prozesse sowie die rechtzeitige Einbindung der Bevölkerung prägen die Zusammenarbeit.

Welche Vorteile bietet die Zusammenarbeit?

„Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden“ – mit Hilfe der Hochwasserschutz-kooperation kann die Qualität und ggf. auch die Geschwindigkeit der eigenen Arbeitsleistung optimiert werden. Sie ermutigt die Mitglieder in direkten Kontakt zu treten und gemeinsam Maßnahmen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Gemeinsam werden Synergien geschaffen und neue Wege der Zusammenarbeit entdeckt.

Fazit:

In NRW gibt es bisher keine einheitliche Vorgehensweise für die Erstellung kommunaler Hochwasserschutzkonzepte. Im Erft-Einzugsgebiet konnte durch die Sammlung kommunaler Konzepte und interkommunaler Maßnahmen ein ganzheitliches, interkommunales Hochwasserschutzkonzept entwickelt werden, welches auch andere Kommunen zur Nachahmung motiviert.

Genauere Projektinformationen finden Sie hier