Radschnellweg Euregio

Aachen, Herzogenrath, Städteregion Aachen

Stichworte:
Straßen und Verkehr Tourismus Wirtschaftsförderung
Hauptverantwortlich: Aachen
Sonstige Beteiligte:
Kerkrade/Niederlande
Heerlen/Niederlande
Kurzprofil:
Stadt Aachen
Regierungsbezirk Köln
Einwohner: 245.885 (31.12.2015; IT.NRW)
Fläche: 160,85 km2
Anlass:

Gegenwärtig quälen sich viele Autofahrer zwischen Herzogenrath und Aachen auf der L 232 durch Straß und Kohlscheid. Während des Berufsverkehrs führen regelmäßige Staus zu langen Fahrzeiten. Auch die Linienbusse sind betroffen und können kaum für weitere Entlastung sorgen. Korridore für mögliche Umgehungsstraßen sind insbesondere in diesem Abschnitt nicht mehr vorhanden. Zukünftig sollen mehr Menschen als heute einen Teil ihrer Fahrten statt mit dem Auto mit dem Fahrrad zurücklegen können.

Ziel:

Radschnellweg Städteregion Aachen

Der Radschnellweg Euregio zeichnet sich dadurch aus, dass erstmalig von niederländischen und deutschen Kommunen gemeinsam ein Radverkehrsprojekt entwickelt und umgesetzt werden soll. Die Trasse soll mit 19 Kilometern Länge die Stadt Aachen als Oberzentrum mit den Mittelzentren Herzogenrath auf deutscher und Kerkrade auf niederländischer Seite verbinden. Über einen Abzweig von weiteren 11 Kilometern Länge wird die niederländische Stadt Heerlen als Oberzentrum angebunden. Im Einzugsbereich des Radschnellwegs von einem Kilometer leben rund 157.000 Einwohner und befinden sich 94.000 Arbeitsplätze. Einer ersten Abschätzung zu Folge liegt das Potenzial bei sagenhaften 27.000 Radfahrten pro Tag im deutschen Teil.

Der Euregio schafft möglichst kurze und direkte Verbindungen zwischen Wohnstandorten, Arbeitsplätzen sowie Einkaufs- und Freizeitbereiche. Um das ganze Jahr über eine sichere Benutzbarkeit zu gewährleisten wird ein Winterdienst eingesetzt und die notwendige Beleuchtung eingerichtet.

Umsetzung:

Was bisher geschah – Zeitplan

  • Juni 2017: Durchführung der Vorplanung, Abschluss der Machbarkeitsstudie, der Umweltverträglichkeitsstudie und der Nutzen-Kosten-Analyse, Entscheidung über die Fortsetzung der Planung in den Gremien der Projektpartner
  • November 2016: Beschlüsse des Bauausschusses der StädteRegion Aachen, des Mobilitätsausschusses der Stadt Aachen sowie des Bau- und Verkehrsausschusses der Stadt Herzogenrath mit Auswahl der Streckenführung für den Abschluss der Machbarkeitsstudie
  • Workshops in Aachen-Mitte, Laurensberg/Richterich, Kohlscheid und Herzogenrath sowie mit dem Runden Tisch Herzogenrath und der AG Radverkehr Aachen
  • April 2016: Bürgerbeteiligung (Stufe 2)
  • Herbst/Winter 2015/2016: Information der politischen Gremien
  • Juli-November 2015: Vorprüfung der Variantenvorschläge
  • Juni 2015: Bürgerbeteiligung (Stufe 1): Internet, persönlich, per Post
  • Bis Mitte Juni 2015: Erste Bewertung der vorläufigen Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsstudie durch die Unteren Landschaftsbehörden und Abschluss der Voruntersuchungen
  • Mai 2015: Vorlage einer vorläufigen Potentialanalyse sowie einer vorläufigen Umweltverträglichkeitsstudie
  • Dezember 2014: Auftrag für Machbarkeitsstudie, Potentialanalyse und Kosten-Nutzen-Untersuchung erteilt.
  • September 2014: Scopingtermin im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie
  • Juni 2014: Auftrag für Umweltverträglichkeitsstudie erteilt
  • Januar 2014: Beschluss der Bau- und Verkehrsausschusses der Stadt Herzogenrath, dem Förderantrag der Städteregion Aachen für die Machbarkeitsstudie des Radschnellweges beizutreten
  • Dezember 2013: Beschluss des Städteregionstags und des Mobilitätsausschusses der Stadt Aachen, den Förderantrag für die Machbarkeitsstudie beim Land Nordrhein-Westfalen einzureichen und die Vergabe hierfür vorzubereiten
  • November 2013: Fünf von neun Projekten sind Gewinner des Planungswettbewerbs, darunter der Radschnellweg Aachen-Herzogenrath/Kerkrade/Heerlen als eines von fünf Projekten
  • Juli 2013: Einreichung des Wettbewerbsbeitrags
  • Dezember 2012: Beschluss des Städteregionstags, ein Bewerbungskonzept für einen Radschnellweg Aachen – Kohlscheid-Herzogenrath für den Planungswettbewerb Radschnellwege des Landes Nordrhein-Westfalen einzureichen
Finanzierung:
Die bisherigen Planungskosten werden zu 80 Prozent vom Land NRW übernommen. In der Summe fallen rund 630.000 Euro für Machbarkeitsstudie, Umweltverträglichkeitsstudie und Potenzialanalyse an. Den Eigenanteil in Höhe von 126.000 Euro teilen sich die Städteregion (79.500), die Stadt Aachen (31.500) und die Stadt Herzogenrath (15.000).(zitiert aus Aachener Zeitung, 22.6.2017) Auf deutscher Seite umfasst die Strecke rund 14 Kilometer. Für sie sowie für die erwähnten Anbindungen werden Baukosten von insgesamt knapp 32 Millionen Euro veranschlagt. Allerdings wird das Projekt in den Genuss einer erheblichen Förderung kommen. Schließlich liegt der Ursprung aller Bemühungen in dem Planungswettbewerb „Radschnellwege NRW“.Weil die Trasse Aachen – Herzogenrath zu den Gewinnern zählt, übernimmt das Land für die Bereiche außerhalb der Ortschaften sämtliche Kosten und hat für die übrigen Abschnitte eine 80-prozentige Förderung zugesagt. Die Anbindungsstrecken werden mit 70 Prozent bezuschusst. So wird der Eigenanteil der beteiligten Kommunen in einem überschaubaren Rahmen bleiben. Nach Verwaltungsangaben muss die Stadt Aachen mit einer Summe von knapp einer Million Euro rechnen, für die Stadt Herzogenrath werden 330.000 Euro fällig. Hinzukommen nach der Fertigstellung des Radschnellweges und seiner Anbindungen die jährlichen Betriebskosten für den Unterhalt und die Instandhaltung. Für das Land macht das laut Städteregion 665.000 Euro, für die Stadt Aachen 102.500 und für Herzogenrath 27.500 Euro.All diese Zahlen sind allerdings mit einem gewissen Vorbehalt zu behandeln, betont der zuständige Fachmann im städteregionalen Amt für Immobilienmanagement und Verkehr, Ralf Oswald. „Sie beziehen sich auf den Preisstand von 2016/17. Nach Auswertung des Baupreisindexes für Straßenbauarbeiten ist mit einer jährlichen Preissteigerung von durchschnittlich 2,5 Prozent zu rechnen.“
Rechtsform:
Zusammenarbeit seit:

2012

Kontakt:
Fragen und Informationen zum Projekt 
Projektleiter:
Ralf Oswald
ralf.oswald@staedteregion-aachen.de
Tel. 0241 / 51 98-3705

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