Forschungsprojekt NEILA – Flächenmanagement in der strategischen Regionalentwicklung

Bonn, Rhein-Sieg-Kreis

Stichworte:
Wirtschaftsförderung
Hauptverantwortlich: Bonn
Sonstige Beteiligte:
Landkreis Ahrweiler (RLP)
TU-Dortmund, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsplanung
WWG Königswinter
RAK (regionaler Arbeitskreis)
Kurzprofil:
Stadt Bonn
Regierungsbezirk Köln
Einwohner: 325.490 (31.12.2017, IT.NRW)
Fläche: 161,06 km²
Anlass:

Flächenmangel und Flächenmanagement in der Stadt Bonn, dem umliegenden Rhein-Sieg-Kreis sowie den bereits in Rheinland-Pfalz liegenden Landkreis Ahrweiler ist in der südlichen NRW-Region eine Thematik, mit der sich die Nachbarkommunen seit längerem stark beschäftigen. Daneben ist der in der Region der stark ansteigende Verkehr eines der wesentlichen Probleme für die Kommunen. Die Kommunen suchen nach Lösungen beim Flächenmanagement und durch das Projekt „NEILA“ sollen Vorschläge für eine bessere Zusammenarbeit erarbeitet werden. „NEILA“ steht für „Nachhaltige Entwicklung durch Interkommunales Landmanagement“. Interessenausgleiche zwischen der Bundesstadt Bonn, dem engeren städtischen Umland und dem ländlichen Raum können nur gelingen, wenn Instrumente und Maßnahmen zum nachhaltigen Landmanagement und zur Reduzierung von (Flächen-)Nutzungskonflikten integriert gedacht und interkommunal („bottom-up“) abgestimmt sind.

Ziel:

Das Projekt NEILA soll helfen, die Flächennutzungskonflikte innerhalb der funktional eng vernetzten Region gemeinsam zu lösen und die Folgewirkungen und -kosten der Siedlungsentwicklung von Beginn an zu berücksichtigen.

Die Stadt Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis und der Kreis Ahrweiler werden die Planungen für Flächen, Straßen, neu zu entwickelnden Gebiete zielgerichtet absprechen und die Planungen nicht auf ihre eigenen Stadtgrenzen begrenzen. Dafür werden in der dreijährigen Entwicklungsphase von 2018 bis 2021 die bestehenden Ansätze des Siedlungsflächenmonitorings zu einem integrierten Raumentwicklungsmonitoring verknüpft und Lasten sowie Nutzen von Flächenentwicklungen quantitativ und qualitativ abgeschätzt.

Auf dieser Basis erarbeitet die TU Dortmund mit den beteiligten Städte und Gemeinden (regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler) und dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung den Aufbau eines interkommunalen Ausgleichs- und Verteilungssystems, auf Basis der bis dahin erzielten Ergebnisse der Entwicklungsphase. Für die einzelnen Kommunen in der Region erreicht man dadurch eine erhöhte Verbindlichkeit.

Bei der Kombination der unterschiedlichen Einzelvorteile („Begabungen“) werden diese geteilt, damit die komplette Region einen wirtschaftlichen Nutzen davon hat. Grenzüberschreitende Gewerbestandorte und neue Wohngebiete sind nur die für Bürger offensichtlichen Vorteile. Hohe Priorität haben auch – aber nicht nur – konkrete Vorschläge zu Kosten-, Nutzen und Lastenausgleichen, neben qualitativen Werten.

(Quelle: www.region-bonn.de/projekt-details/neila)

Umsetzung:

Die Bereitschaft, neue Flächen auszuweisen, ist in den Kommunen sehr unterschiedlich. Häufig ist eine neue Infrastruktur erforderlich. Die Voraussetzung ist die Bewahrung von Landschaft und Identität, neben der Nachhaltigkeit beim regionalen Wachtum als Rahmenparameter während des Projektes.

Bei einem laufenden Agglomerationskonzept unter Regie des Vereins Region Köln/Bonn wird zurzeit die räumliche Struktur in einem größeren Maßstab abgesteckt. Das Projekt „NEILA“ erarbeitet den regionalen Anschluss.  Mit „NEILA“ können die Beteiligten in den nächsten 5 jahren Instrumente interkommunaler Zusammenarbeit ausprobieren und den Lasten-Nutzen-Ausgleich regeln.

Finanzierung:

Das Forschungsministerium des Bundes finanziert das Projekt mit 2,2 Mio. Euro

Rechtsform:

Forschungsprojekt

Zusammenarbeit seit:

2018

Kontakt:
Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt
Berliner Platz 2, 53111 Bonn
+49 228 77 – 4501
+49 228 77 – 5836
info@region-bonn.de
info@neila-rak.de

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