KOMPASS – Unterstützung für kommunale Ordnungsdienste in NRW
Rietberg, Verl
Stichworte:
Ordnungsamt Hauptverantwortlich: Rietberg
Sonstige Beteiligte:
Kurzprofil:
Stadt Rietberg
Regierungsbezirk Detmold
Einwohner: 30.055 (IT.NRW, Stand 31.12.2024)
Fläche: 110,31 km2
Anlass:
Mangelnder Fachrückhalt im Ordnungsdienst
Ziel:
Die Kommunen in Nordrhein‑Westfalen verfolgen mit dem Projekt KOMPASS die gemeinsame Zielsetzung, die Handlungssicherheit kommunaler Ordnungsdienste durch effiziente und verlässliche Unterstützungs‑ und Vernetzungsstrukturen zu stärken. Zu diesem Zweck wird eine zentrale interkommunale Unterstützungsstruktur geschaffen, die Ordnungsbehörden landesweit fachlich unterstützt, entlastet und den Informationsaustausch nachhaltig fördert.
Umsetzung:

Im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit haben die Städte Rietberg und Verl eine gemeinsame Unterstützungsstruktur für kommunale Ordnungsdienste geschaffen. Ziel der Kooperation ist die rechtmäßige, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Erbringung spezialisierter Unterstützungsleistungen für die kommunalen Ordnungsbehörden, zunächst regional, inzwischen landesweit für alle Kommunen in Nordrhein‑Westfalen. Die Städte Rietberg und Verl übernehmen gemeinsam den Betrieb und die fachliche Weiterentwicklung des Projekts KOMPASS. Hierfür stellen sie das erforderliche Personal sowie die notwendige technische und organisatorische Infrastruktur zur Verfügung. Die operative Umsetzung erfolgt zentral über eine eingerichtete Leitstelle, ein Unterstützungstelefon für Akutfälle sowie ein speziell ausgestattetes mobiles Dokumentenprüffahrzeug zur Vor‑Ort‑Unterstützung von Polizei und Ordnungsbehörden. Die teilnehmenden Kommunen nehmen die Unterstützungsleistungen bedarfsorientiert in Anspruch, ohne eigene personelle oder infrastrukturelle Ressourcen vorhalten zu müssen. Die fachliche Verantwortung, Koordinierung der Anfragen sowie die Qualitätssicherung liegen bei den Projektträgerkommunen Rietberg und Verl. Ein regelmäßiger Austausch mit beteiligten Ordnungsbehörden dient der Weiterentwicklung, Abstimmung von Qualitätsstandards und der bedarfsorientierten Anpassung des Leistungsumfangs. Zu den Aufgaben im Rahmen von KOMPASS gehören insbesondere:
-die fachliche Beratung und Unterstützung kommunaler Vollzugs‑ und Ordnungsdienstkräfte in Akut‑ und Einsatzlagen,
-die Koordinierung und Vermittlung von Informationen und Fachwissen zwischen Kommunen,
-die mobile Unterstützung vor Ort, insbesondere durch Dokumentenprüfung,
-der Aufbau und die Pflege eines landesweiten Netzwerks zum Informations‑ und Erfahrungsaustausch,
-die Bereitstellung von Mustern, Handlungshilfen und praxisorientierten Lösungsvorschlägen für Ordnungsbehörden.
Durch die zentrale Wahrnehmung dieser Aufgaben im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit werden Synergien genutzt, Fachwissen gebündelt und kommunale Ressourcen geschont. Gleichzeitig wird die Handlungssicherheit der Einsatzkräfte gestärkt und eine nachhaltige Entlastung der beteiligten Behörden erreicht. Das Projekt ist modular aufgebaut und kann bei Bedarf ohne grundlegende strukturelle Änderungen erweitert werden.
Finanzierung:
Das Projekt KOMPASS wurde durch eine einmalige IKZ‑Förderung aufgebaut und finanziert. Seitdem wird es mit überschaubaren laufenden Betriebskosten (u. a. Personal und Fahrzeugunterhalt) getragen und steht allen Kommunen in NRW kostenfrei zur Verfügung.
Rechtsform:
öffentlich-rechtliche Vereinbarung
Zusammenarbeit seit:
2025
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